Ber­lin, 4. Februar 2014  – Zum neuen Steu­er­skan­dal pro­mi­nen­ter Deut­scher erklärt der stell­ver­tre­tende Spre­cher der Alter­na­tive für Deutsch­land, Alex­an­der Gauland:
Alice Schwar­zer fühlt sich nach Offen­le­gung ihrer Steu­er­sün­den zu Unrecht ange­grif­fen. Da ist sie in guter Gesell­schaft. Ein Blick auf andere Pro­mi­nente in ähn­li­cher Lage zeigt wie gegen­sätz­lich die öffent­li­chen Äuße­run­gen gegen­über ihrem heim­li­chen Han­deln sind.
Es ist nicht ersicht­lich, warum pro­mi­nente Steu­er­sün­der nicht genau wie andere Bür­ger auch für ihre Ver­ge­hen vor Gericht gestellt wer­den soll­ten. Dass manch eine Sün­de­rin dies als unge­recht emp­fin­det und sich dar­über hin­aus dif­fa­miert sieht, schlägt dem Fass den Boden aus und ist an Dop­pel­mo­ral nicht zu über­bie­ten. Das Pri­vate ist poli­tisch, sagte einst Frau Schwar­zer und wun­dert sich nun, dass sie Opfer der eige­nen Regel gewor­den ist.
Wir soll­ten diese Dop­pel­mo­ral nicht ein­fach hin­neh­men. Es kann nicht sein, dass wir über Jahr­zehnte von selbst ernann­ten Moral­apos­teln belehrt und ver­bes­sert wur­den und jetzt erfah­ren müs­sen, dass die eige­nen Moral­vor­stel­lun­gen augen­schein­lich keine Rele­vanz für sie sel­ber hat­ten, sie gar ein Dop­pel­le­ben führten.
Wir brau­chen keine wei­te­ren Beleh­run­gen à la Alice Schwar­zer, wir brau­chen eine Kul­tur der Zurück­hal­tung und des ange­mes­se­nen Han­delns. Bei Per­so­nen, die im öffent­li­chen Leben eine Vor­bild­funk­tion erfül­len, täte dies beson­ders Not.