Im Jahr 2014 trat die AfD in Enne­pe­tal mit einem Kern­punkt zur Kom­mu­nal­wahl an:
Die Wie­der­öff­nung der im Jahr 2008 zu einer Fuß­gän­ger­zone umge­bau­ten Voer­der Straße für den Straßenverkehr.
Die­ser städ­te­bau­li­che Kraft­akt kos­tete Enne­pe­tal vor 10 Jah­ren sehr viele Mil­lio­nen – aber der Nut­zen war zu kei­ner Zeit gege­ben. Geschäfte schlos­sen und nach die­ser Durst­stre­cke muß man ernüch­tert fest­stel­len: Viel Geld für Nichts.
In Anbe­tracht die­ser Situa­tion stellte die AfD Anfang 2015 im Rat den Antrag zur Öff­nung der Voer­der Straße – siehe hier
3570 Tage nach Eröff­nung der FUZO – einem wenig schmei­chel­haf­ten aber tref­fen­den Begriff für die Voer­der Straße – hat der Aus­schuß für Stadt­ent­wick­lung und Wirt­schafts­för­de­rung in einer kon­tro­ver­sen aber immer fai­ren Sit­zung  beschlos­sen, mehr­heit­lich die Ver­wal­tung zu beauf­tra­gen, die als Plan­va­ri­ante 5.2 bezeich­nete, ein­spu­rige Öff­nung der Voer­der Straße für den Ver­kehr vor­zu­be­rei­ten (Vor­la­gen 186/2018 und 187/2018).
Die Plan­va­ri­ante 5.2 ermög­licht dem Ver­kehr die Zufahrt vom Kreis­ver­kehr Bernin­ghau­ser Str / Spar­kasse in die Voer­der Straße und die Ablei­tung durch die Markt­straße. Das Stück Voer­der Straße par­al­lel zum Markt­platz und wei­ter bis zur Kreu­zung wird durch ent­fern­bare Pol­ler abge­trennt und somit für den Durch­gangs­ver­kehr gesperrt.
Wei­ter stan­den die Frak­tio­nen den Pla­nun­gen der Ver­wal­tung posi­tiv gegen­über, daß man die Außen­gas­tro­no­mie in der Markt­pas­sage durch eine Ver­le­gung der Straße dahin­ge­hend schüt­zen könnte, daß durch nied­rige Hecken etc. einer­seits Außen­be­rei­che von dem flie­ßen­den Ver­kehr abge­trennt wer­den und ande­rer­seits durch die asy­me­trisch Ver­kehrs­füh­rung der Platz der Außen­gas­tro­no­mie von den zwei Loka­len erwei­tert wird. Dane­ben umfaßt die Pla­nung die Aus­wei­sung von Park­flä­chen inner­halb des geöff­ne­ten Berei­ches der Voer­der Straße.
Ein zweite Pla­nungs­va­ri­ante 4.2, die die Öff­nung auf den glei­chen Stre­cken­ab­schnit­ten vor­sah – jedoch in umge­kehrte Ver­kehrs­füh­rung fand keine Mehrheit.
Ins­be­son­dere die Vor­lage von mehr als 500 gül­ti­gen Unter­schrif­ten, die die Inter­es­sen­ge­mein­schaft Voer­der Straße der Bür­ger­meis­te­rin vor­le­gen konnte – und damit jeder 60. Bür­ger von Enne­pe­tal sich für die Öff­nung stark machte, war ein deut­li­ches Signal wie Poli­tik funk­tio­nie­ren sollte.
Die Öff­nung der Voer­der Straße nach dem Rats­be­schluß wird natür­lich noch etwas Zeit benö­ti­gen, grö­ßere Umbau­ar­bei­ten sind jedoch nicht von­nö­ten und es ent­ste­hen auch keine Kos­ten für die Anlie­ger in der Voer­der Straße, die von der Maß­nahme betrof­fen sind – und wir hof­fen, daß der trau­rige Ist-Zustand schnell der Ver­gan­gen­heit angehört.
Das der Kom­mu­nal­wahl­kampf 2014 damals auch noch vom dama­li­gen Kreis­spre­cher der AfD, der nun für eine Kleinst-Splitterpartei im Kreis­tag sitzt, dahin­ge­hend tor­pe­diert wurde, daß den Kan­di­da­ten der AfD ver­sucht wurde zu ver­bie­ten, selbst­ge­stal­tete Pla­kate wie unsere belieb­ten “Grab­steine” (siehe hier) die auf eigene Kos­ten ange­schafft wur­den und für die wir auch ein Copy­right besit­zen, auf­zu­hän­gen ist Schnee von Ges­tern – wie auch angeb­lich nicht geneh­migte Kom­mu­nal­wahl­pro­gramme, die sich nach Prü­fung jedoch als von den Mit­glie­dern abge­seg­net erwie­sen und ein TV-Bericht der Lokal­zeit Dort­mund, wo der WDR einem Ex-Parteimitglied und  Glück­rit­ter auf­saß, wel­cher schon bei der SPD und der CDU für große Ver­stim­mung durch Man­dats­mit­nahme im Rat der Stadt Enne­pe­tal sorgte und durch Aus­tritt einem Raus­schmiß aus der AfD im Mai 2014 zuvor­kam, um sein Glück bei den Lin­ken und Pira­ten zu suchen und sich neu­er­dings der Reichs­bür­ger­be­we­gung ver­schrie­ben hat (siehe hier) und somit ein GEZ-Zwangsgebühr-finanzierter,  öffentlich-rechtlicher Rund­funk sich als “Fake-News”-Produzent betä­tigte. Auf eine Ent­schul­di­gung war­tet die AfD Rats­frak­tion Enne­pe­tal noch immer…
Damit hat die AfD Rats­frak­tion Enne­pe­tal nach 4 Jah­ren „gelie­fert“ – vor­be­halt­lich der Zustim­mung des Haupt­aus­schus­ses und des Rates am 10. bzw. 12. Juli 2018.
Frank Sche­rie