Es gibt Nach­rich­ten­por­tale auf der einen Seite und Sei­ten im Netz, die die­sen Anspru­ch für sich erhe­ben, jedoch bei nähe­rer Betrach­tung weit über das hin­aus­ge­hen, was man als ten­den­ziös bezeich­net – Donald Trump‘s Lieb­lings­wort für sol­che irr­lich­ternde Möchte-Gern-Journalisten ist „You are Fake-News“. Nun – Jour­na­list ist keine geschützte Berufs­be­zeich­nung. Sprich: Jeder darf her­um­schmie­ren – aber nur Zahn­ärzte im Mund her­um­boh­ren – was ja auch ein Vor­teil ist. Den­ken Sie daran, wenn sich bei Ihnen zukünf­tig eine Zahn­plombe lockern sollte.
Eines die­ser „Qua­li­tätspor­tale“ ist die Web­seite „Prin­zes­sin­nen­re­por­ter“. Die­ses was-immer-es-sein-soll-Portal prä­sen­tiert jedoch kei­nen Jour­na­lis­mus – son­dern Mei­nungs­ma­che. Dies ist nicht schlimm – sollte man aber Poli­ti­kern über­las­sen – oder den Job wech­seln. Denn einen Die­ner zweier Her­ren gibt es nur als Komö­die – jedoch nicht in der Rea­li­tät – außer man ist schi­zo­phren und besitzt eine gespal­tene Zunge – oder Feder, mit der man sein Tin­ten­gift spritzt.
Prin­zes­sin­nen­re­por­ter“ reibt sich natür­lich auch an der AfD – und die AfD in Enne­pe­tal wurde auch Ziel die­ses Qua­li­täts­jour­na­lis­mus. Dies ist nicht wei­ter schlimm, denn hier greift wie­der der Satz des römi­schen Kyni­kers Deme­trius, der einst meinte „Die Worte der Unver­stän­di­gen sind wie Winde, die den Ein­ge­wei­den ent­fah­ren – was stört es mich, ob die Nar­ren oben oder unten sprechen !“
Aller­dings inter­es­siert den Betrach­ter schon, wer da sei­nen Unflat ver­brei­tet. Dies war bis zum 25. Mai 2018 nur schwer mög­lich, bis die Daten­schutz­grund­ver­ord­nung (DSGVO) in Kraft trat um sol­chem Trei­ben einen Rie­gel vor­zu­schie­ben. Man konnte an eine Email-Adresse per Paypal-Bezahldienst Spen­den täti­gen – eine(n) im Pres­se­recht Verantwortlich*Inne (klei­ner Gender-scherz – Hoho) war jedoch nicht auszumachen.
Daher haben wir uns erlaubt, Ende Mai 2018 den Host­be­trei­ber 1&1 anzu­schrei­ben, der diese Netz­seite auf sei­nen Ser­vern betreibt, mit der Auf­for­de­rung, den Eigen­tü­mer der Netz­seite „Prin­zes­sin­nen­re­por­ter“ zu kon­tak­tie­ren und ihn aufzufordern:
1. Eine DGSVO-kompatible Daten­schutz­er­klä­rung ein­zu­stel­len
2. Ein Presserecht/Telemediengesetz/DGSVO-kompatibles Impres­sum ein­zu­stel­len
3. Eine Cookie-Richtlinie zu imple­men­tie­ren um den Nut­zer vor unrecht­mä­ßi­ger Daten­nut­zung zu schützen.
Denn dies alles muß ein Webseiten-Betreiber tun, um DGSVO-konform zu sein (dies ist im übri­gen die Erklä­rung, warum das von eini­gen Schmutz­fin­ken miß­brauchte Por­tal „www.wir-ennepetaler.de“ nicht mehr ver­füg­bar ist – zu viel Auf­wand gegen­über zu wenig Schmutzverbreitern.)
Und oh Wun­der über Wun­der – nach mehr als einer schein­bar mit hek­ti­scher Betrieb­sam­keit erfüll­ten Woche unse­rer rosa­far­be­nen Prin­zes­sin­nen beka­men wir eine Antwort:
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Titel: Re: Ver­stoß gegen DGSVO der von Ihnen gehos­te­ten Seite www.prinzessinenreporter.de / C803708219
Sehr geehr­ter Herr Scherie,
vie­len Dank für Ihre E-Mail.
Unser Kunde hat nun das Impres­sum auf der Home­page prinzessinnenreporter.de nach­ge­tra­gen. Bezüg­lich Ihrer Hin­weise zum DSGVO bit­ten wie Sie, sich mit dem Kun­den direkt in Ver­bin­dung zu setzen.
Ich freue mich, wenn ich Ihnen damit wei­ter­hel­fen konnte.
Freund­li­che Grüße
Eileen Benz
1&1 Kundenservice
1&1 Inter­net SE
Elgen­dor­fer Str. 57
56410 Mon­ta­baur
Haupt­sitz Mon­ta­baur
Amts­ge­richt Mon­ta­baur / HRB 24498
Vor­stand: Dr. Chris­tian Böing, Hüs­eyin Dogan, Hen­ning Kett­ler, Mat­thias Stein­berg, Eric Tho­lomé, Achim Weiss Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der: René Obermann
> Frank Sche­rie
> Sied­lung Heide 17
> 58256 Enne­pe­tal
>
> Sehr geehrte Damen und Her­ren,
>
> laut Domain-Abfrage hos­tet Ihr Unter­neh­men die Seite
>
> www.prinzessinnenreporter.de <http://www.prinzessinnenreporter.de>
>
> Diese Seite
> – ent­hält weder einen Ver­weis auf eine Daten­schutz­er­klä­rung
> – ent­hält kein Impres­sum zwecks Kon­takt­auf­nahme.
> –  bie­tet keine Opt-out / Opt-In Mög­lich­keit um das Spei­chern von Coo­kies
> etc. zu erlau­ben  bzw. zu ver­bie­ten.
>
> Da die Seite das Erstel­len von Kom­men­ta­ren erlaubt, ist dies nach der DGSVO
> zwin­gend erfor­der­lich um einen Aus­zug von per­sön­lich gespei­cher­ten Daten zu
> erhal­ten.
>
> Ich for­dere Sie daher auf, mir die Anga­ben zwecks Kon­takt­auf­nahme mit dem
> Betrei­ber zu schi­cken um recht­lich gegen die­sen Blog vor­zu­ge­hen.
>
> Mit freund­li­chen Grü­ßen
> Frank Sche­rie
>

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Wir haben natür­lich sofort kon­trol­liert, ob diese Anga­ben auch stim­men. Nun – dies tun sie nur zum Teil. Das Haupt­ziel, den letzt­end­lich für diese mit­nich­ten dem „Qua­li­täts­jour­na­lis­mus“ zuzu­rech­nen­den Seite Verantwortlich*Innen her­aus­zu­fin­den, war trotz­dem mög­lich – die­ser heißt laut Impressum
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Anga­ben gemäß § 5 TMG
Leo Fischer, Tita­nic
Sophi­en­straße 8
60487 Frank­furt am Main
Ver­tre­ten durch:
Leo Fischer
Kon­takt:
Tele­fon:
E-Mail: kontakt@prinzessinnenreporter.de
Ver­ant­wort­lich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV:
Leo Fischer
Sophi­en­straße 8
60487 Frank­furt am Main
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Natür­lich wuß­ten wir schon vor­her, daß die­ser  “Qua­li­täts­blog” der Tita­nic und Kon­sor­ten wie Mar­tin Son­ne­born zuzu­rech­nen ist – aber diese “Jounalist*Innen” waren zu feige, es amt­lich zu machen. Somit hat die AfD Rats­frak­tion Enne­pe­tal der „Tita­nic“ und ihren Prot­ago­nis­ten die glei­che Medi­zin ver­ab­reicht, wel­che diese gerne bei unbe­darf­ten AfD-Mitgliedern auf Par­tei­ta­gen mit sug­ges­ti­ven Fra­gen ver­su­chen zu ver­ab­rei­chen – wie einst Sudel-Ede – bes­ser bekannt unter Karl-Eduard von Schnitz­ler – im „Schwar­zen Kanal“ des DDR Fernsehens.
Das das Impres­sum sowie die Daten­schutz­er­klä­rung von einem Online-Werkzeug einer Rechts­an­walts­kanz­lei Has­sel­bach erstellt wurde, spricht Bände – ins­be­son­dere, wo die Kanz­lei auf Fami­lien– und Arbeits­recht spe­zia­li­siert ist und nur bis auf einen Mann (wahr­schein­lich der femi­nis­ti­sche rosa Alibi-Pudel) aus Rechtsanwält*Innen besteht. Ob unsere Prin­zes­sin­nen jede Spende ord­nungs­ge­mäß abfüh­ren und ver­bu­chen – das wäre einer Anfrage beim zustän­di­gen Finanz­amt wert – lei­der fin­det sich so etwas NOCH nicht.  Und wer als AfD Mit­glied Opfer sol­cher „Qua­li­täts­jour­na­lis­ten“ gewor­den ist, der kann sich ver­trau­ens­voll an uns wenden…vielleicht fin­det sich das Eine oder Andere wie man Arbeit auf der Gegen­seite erzeugt…
Sollte die­ser Arti­kel den Weg auf die Tita­nic fin­den, so möge man uns unsere Art des Humors ver­zei­hen. Wir müs­sen ja auch den „Humor“ der ande­ren ertra­gen. Denn Humor ist bekannt­lich, wenn man trotz­dem lacht.
Frank Sche­rie

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