Wer Tho­mas Kut­schaty nicht kennt: Die­ser Herr ist der Oppo­si­ti­ons­füh­rer der SPD in NRW.  Was die SPD nun bewog, ihn nach dem glück– und farb­lo­sen Herrn Römer auf die­sen Pos­ten zu hie­ven, ent­zieht sich wahr­schein­lich der über­gro­ßen Masse der Ken­ner der Poli­tik in NRW. Denn Glanz­leis­tun­gen hat Herr Kut­schaty nicht auf­zu­wei­sen – allein das Ver­schwin­den von 1000 Schuß Muni­tion aus der JVA Wup­per­tal (siehe hier) hätte  genug Anlaß gebo­ten, so eine Luft­num­mer von jeg­li­cher Par­tei­kar­riere aus­zu­schlie­ßen. Aber nein – ein Schulz reicht nicht – und man setzt noch einen Kut­schaty drauf.  Inter­es­sant ist an der Per­so­na­lie, daß Kut­schaty wohl wie sein ehe­ma­li­ger Kol­lege Ralf Jäger weder Wehr– noch Ersatz­dienst geleis­tet hat (siehe hier). Das Herr Kut­schaty auch an sei­nen eige­nen Ansprü­chen geschei­tert ist, macht seine Bilanz deut­lich, denn er sprach sich 2010 gegen das pro­bate Mit­tel des Warnschuß-Arrest für Jugend­li­che aus – dafür aber prä­fe­rierte er einen libe­ra­len Umgang mit Dro­gen. Wel­che Zustände inzwi­schen an Schu­len und der Gesell­schaft herr­schen, weil man zu lange Erleb­nis­päd­ago­gik nach Feu­er­land, Kif­fen und soziale Ver­wahr­lo­sung nicht nur tole­riert son­dern auch kräf­tig finan­zi­ell unter­stützt hat anstatt knall­hart  durch­zu­grei­fen, da braucht man nur mal die Besat­zung der nächs­ten Poli­zei­wa­che oder ein Leh­rer­kol­le­gium fra­gen. Vie­len Dank !
Kri­ti­ker mögen jetzt sagen, daß man nach  ein paar Tagen noch nicht den Stab über jeman­den bre­chen soll – was kor­rekt ist, wäre jemand nicht nega­tiv vor­be­las­tet wie in die­sem Fall.  So aber darf man sich nicht wun­dern, daß der Bür­ger solch Rocha­den bei der Sonn­tags­frage  für NRW vom 13. Mai 2018 abstraft, wo die AfD inzwi­schen zur dritt­stärks­ten Kraft (nicht Han­nelör­chen – das ist zum Glück vor­bei !) avan­ciert ist – mit 12% – und die SPD auf nur noch 22% kommt (siehe hier).
So gese­hen muß man als AfD  dank­bar sein, daß Herr Kut­schaty nicht mehr Regie­rungs­ver­ant­wor­tung trägt, son­dern statt­des­sen die SPD in der eins­ti­gen Herz­kam­mer der Sozi­al­de­mo­kra­tie maß­geb­lich mit­verzwergt und eine Regie­rungs­be­tei­li­gung bei dem Per­so­nal zum Glück in wei­ter Ferne liegt.
Frank Sche­rie