http://www.afd-ennepetal.de/wp-content/uploads/2014/08/alvi_klein.png Alvi sagt…
das sich schein­bar nur phy­sisch Erwach­sene, die sich ver­bal und in Schrift­form auf den Boden schmei­ßen weil man ihnen ihre Förm­chen und Schäu­fel­chen im Sand­kas­ten weg­ge­nom­men hat, bes­ser in die Tschuk-Tschuk-Eisenbahn set­zen soll­ten um sich woan­ders einen Spiel­platz zu suchen…
 Aber der Reihe nach. Wie jeder weiß, ist der Bahn­hof Enne­pe­tal weit davon ent­fernt, daß zu sein was der För­der­ver­ein des sel­bi­gen vor­gibt – ein Denk­mal. Ers­tens ist er run­ter­ge­kom­men – man kann auch sagen abge­rockt – und zwei­tens ist er nach Alvi‘s Emp­fin­den nicht unbe­dingt ein archi­tek­to­ni­sches Meis­ter­werk – son­dern nur ein Prof­an­bau, der im Zuge des Eisen­bahn­baus im vor­letz­ten Jahr­hun­dert errich­tet wurde – zweck­mä­ßig ohne über­mä­ßi­ges Chi­Chi. Der Archi­tekt hat das Din­gen wahr­schein­lich nach einem Grund­ent­wurf ange­paßt und wäre mit Sicher­heit nicht dar­auf gekom­men, daß es in fer­ner Zukunft zum Zank­ap­fel wird.
 Das diese Bret­ter­bude aus Kai­sers Zei­ten schon lange das Zer– bzw. Ver­falls­da­tum erreicht hat – klei­nes Wort­spiel – das sollte jedem klar sein. Dumm nur, daß man vor vie­len Jah­ren so was aus uner­find­li­chen Grün­den  unter Denk­mal­schutz hat  stel­len las­sen – ohne Not. Denn die Deut­sche Bahn hat das ja nicht gemacht – mit gutem Grund. Täte sie das über­all, wäre sie in den 1990ern der größte Denk­mal­be­sit­zer Deutsch­lands gewe­sen – statt­des­sen hat man flei­ßig Schie­nen abge­baut und Züge ange­schafft die zwar 300 km/h Spitze fah­ren – aber rea­li­ter mit 60 km/h daher­krie­chen – nur mal so. Da kommt Alvi wie­der in den Sinn, daß jeder das Recht hat sich selbst zu rui­nie­ren – man muß nur dem Insol­venz­ge­richt früh genug Bescheid geben. Insol­vent ist die Bahn nicht – aber Enne­pe­tal hat für Extra­würste nun mal kein Geld mehr – sozu­sa­gen kurz vor der Insol­venz – auch das müß­ten unsere Sandkasten-Racker wissen.
 Weil diese sich aber nicht beleh­ren las­sen woll­ten – also Trotz­phase – haben sie irgend­wann nach „unend­lich viel Arbeit“ die Bro­cken hin­ge­schmis­sen und haben der Stadt den Rotz über­las­sen. Was das für Arbeit gewe­sen ist, die man da abge­lie­fert hat – ja das fragt sich Alvi doch mal sehr. Die Arbeit lobt ja bekannt­lich den Meis­ter, der wohl hier eher ein Schwät­zer im ers­ten Lehr­jahr war. Last­wa­gen­la­dun­gen an Bau­schutt etc. wur­den dort nicht gese­hen – viel­leicht wur­den die ja auch anders weg­ge­bracht – von Lukas dem Loko­mo­tiv­füh­rer und Bob dem Bau­meis­ter – in der Nacht.
 Somit liegt der Gedanke nahe, daß sich unsere För­de­rer vor dem Herrn – oder der Bahn – damals heil­los über­nom­men haben und ihnen die Sache ein­fach über den Kopf gewach­sen ist. Und wie es der Zufall – obwohl Zufälle gibt es in Enne­pe­tal nicht – will, war ein Bür­ger­meis­ter für die Sire­nen­klänge aus der Dampf­pfeiffe der Loko­mo­tive Emma ein­gän­gig. Die Moti­va­tion ist klar: Kom­plett­ver­sa­gen durch Ver­tu­schung kaschieren.
 Den Dampf­dom der gan­zen Sache – um mal beim Eisen­bahn­jar­gon zu blei­ben – setzt die­ser Sache aber ein anma­ßen­des Schrei­ben des För­der­ver­eins auf, daß Alvi so liest, als wäre die Stadt dafür ver­ant­wort­lich, daß man nun im Bahn­hof den Belag für eine Pizza Fungi ohne wei­te­res zusamm­men­be­kommt – mit oder ohne Mel­de­pflicht. Sowas, meine lie­ben Freunde der popu­lis­ti­schen Pres­se­mit­tei­lun­gen, sowas ent­steht nicht über Nacht…dann aber noch die Frech­heit zu besit­zen, Ein­laß zu begeh­ren um die Ela­bo­rate frü­he­ren Ver­sa­gens zu begut­ach­ten – mein lie­ber Gesangs– bzw. För­der­ver­ein – dazu gehört schon Chuzpe !
 Alvi‘s Rat an den Ver­ein ist, eine außer­or­dent­li­che Kas­sen­prü­fung anzu­set­zen um die Ver­mö­gens­werte fest­zu­stel­len – und wenn dies gesche­hen ist, sich auf der Lie­gen­schafts­seite der ver­schie­de­nen Bun­des­län­der und des Bun­des umzu­schauen, ob irgendwo hin­ter den sie­ben Ber­gen bei denn sie­ben Eisen­bahnzwer­gen nicht ein Mär­chen­bahn­hof im Dorn­rös­chen­schlaf dahin­däm­mert, den man für ein Lin­sen­ge­richt kau­fen kann. Ist das dann gesche­hen, kann man auf dem Gelände mit dem Bahn­hof machen was man will – ihn unter Denk­mal­schutz stel­len, ver­ges­sen zu Lüf­ten, daß Dach undicht wer­den las­sen und Pilze im Kel­ler züchten.
 Aber bitte alles ohne Geld der Stadt Enne­pe­tal. Daher über­legt Alvi, ob er nicht für ein Wochen­ende eine Pla­nier­raupe mie­ten soll, stellt diese vor den Bahn­hof und läßt den Schlüs­sel stecken…vielleicht fin­det sich ja jemand, der ein paar Übungs­stun­den für die Fahr­er­laub­nis Klasse F machen möchte….denn offi­zi­elle Bag­ger­füh­rer­scheine gibt’s ja nicht in Deutschland.
 Euer Alvi