Wie auch schon zur Land­tags­wahl im Mai gilt als ers­tes unser Dank an die Wäh­ler in Enne­pe­tal, die der AfD ihre Stimme und damit uns ihr Ver­trauen geschenkt haben.
Nach­dem wir  in Enne­pe­tal bei der Land­tags­wahl im Mai schon mit 8,81% Spit­zen­rei­ter im Ennepe-Ruhr-Kreis waren, kön­nen wir heute mit Stolz sagen, daß die­ses Erge­bis noch gestei­gert wer­den konnte – und zwar um knapp 24% rela­tiv (abso­lut 2,1%) auf sage und schreibe 10,91 % der Zweit­stim­men bei der Bun­des­tags­wahl am 24.9.2017. Und auch dies­mal schoß die AfD Enne­pe­tal wie­der den Vogel ab  – siehe hier
Kreis­weit kam die AfD auf 9,86 % der Zweit­stim­men – dies liegt nur unmerk­lich höher als das NRW Ergeb­nis von 9,4%. Auch das Enne­pe­tal zu den 10 stärks­ten Land­ge­mein­den in ganz NRW zählt, soll nicht ver­schwie­gen wer­den. Das wir das das Ergeb­nis von 12,6%  bun­des­weit nicht erreicht haben, liegt an ver­schie­de­nen Fak­to­ren – z.B. das die AfD in Mit­tel­deutsch­land (Ber­lin, Bran­den­burg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sach­sen und Thü­rin­gen) die SPD mit deut­li­chem Abstand als Volks­par­tei abge­löst hat und in Sach­sen die stärkste Par­tei ist.
Das die AfD in Enne­pe­tal mit hoher Wahr­schein­lich­keit auch viele Wäh­ler der SPD in deren “Herz­kam­mer der Sozi­al­de­mo­kra­tie” abspens­tig gemacht hat und die SPD nur noch in vier von neun Kreis­städ­ten knapp die 30% Marke erreicht hat, zeigt auf wel­chem Weg der Verzwer­gung sich diese Par­tei befin­det. Das die­ser Vor­gang im vol­len Gange ist, zei­gen Ergeb­nisse der aktu­el­len Hoch­rech­nun­gen für das Sen­de­ge­biet des MDR: Dort bekommt  die SPD die Blech­me­daille für den 4. Platz  mit 12,6% – davor befin­det sich die CDU  mit 27,7%, die AfD als zweit­stärkste Kraft auf 24,9% und die Links­par­tei auf 15,6%.
Somit kann man sehen, daß Wah­len zum Par­tei­vor­sit­zen­den mit 100% Zustim­mung wie im Falle Mar­tin Schulz nichts ande­res als Opium für die Kader­par­tei sind – dar­ge­reicht in homöo­pa­thi­schen Dosen aus dem Hause Karl Marx – aber am Wahl­tag die Enkel Kurt Schu­ma­chers und Erich Ollen­hau­ers an den Wahl­ur­nen abge­straft wur­den. Und zwar zu recht. Denn wer wie in Enne­pe­tal sich als SPD-Fraktionsvorsitzender dar­über echauf­fiert, die AfD habe die kom­plette Loher Straße mit 45 Wahl­pla­ka­ten zuge­hängt, der scheint die waren Pro­bleme der Men­schen nicht mehr erken­nen zu wol­len oder zu kön­nen. So jeman­dem sei gera­ten, daß er sich lang­sam aufs poli­ti­sche Alten­teil zurück­zie­hen sollte – denn solch Klein­ka­riert­heit erin­nert an die letz­ten Tage des Polit­bü­ros der SED – gezeich­net von epo­cha­len Wahr­neh­mungs­stö­run­gen gepaart mit Rea­li­täts­ver­lust. Das Ende ist bekannt.
Das natür­lich die CDU es dies­mal wie­der geschafft hat, den nächs­ten Koali­ti­ons­part­ner nach 2013 zu rui­nie­ren – damals die FDP inklu­sive FEXIT (FDP-Exit inklu­sive Schul­den­berg, der bis heute nicht begli­chen ist) – dies­mal die SPD ohne Umweg über eine Mit­glie­der­be­fra­gung, macht Hoff­nung für die anste­hen­den Koali­ti­ons­ver­hand­lun­gen: Denn wenn zwei sich strei­ten, freut sich der Dritte – aber wenn drei sich strei­ten – und das wird diese Koali­tion unter der Flagge aller Kif­fer die­ser Welt – Jamaica -  tun, dann wird das die AfD noch wei­ter stär­ken. Da kön­nen noch soviele Links­ex­tre­mis­ten, Gut­men­schen und andere Abnor­mi­tä­ten rum­kra­ke­len wie sie wol­len: Die Zei­ten wo man sich scham­los berei­chern konnte und andere mit Mei­nungs­gleich­schal­tung und Ärge­rem gän­geln konnte gehen zu Ende und nicht wenige die­ser Herr­schaf­ten dür­fen sich jetzt einen neuen Job suchen. Ob Mutti noch vor der Rente die Bro­cken ent­nervt hin­schmeißt,  Grüne und FDP dies­mal wie­der einen Gum­mi­sch­lauch als Rück­grad ein­ge­setzt bekom­men oder die FDP in vier Jah­ren wie­der aller Leih­stim­mern der CDU beraubt wird und aus dem Bun­des­tag wie­der her­aus­fliegt ist letz­te­nen­des egal – die AfD wird gewinnnen.
Und Jamaica ist am Ende nichts ande­res als eine ver­armte Insel in der Kari­bik und ein ehe­ma­li­ges Pira­ten­nest, wel­ches von der bri­ti­schen Admi­ra­li­tät zu Recht aus­ge­räu­chert und die ganze Bagage derer man hab­haft wer­den konnte direkt am Fock­mast oder vor dem Tower in Lon­den  auf­ge­han­gen wurde – zwecks Abschre­ckung. Als Wahr­zei­chen für eine zun­kunfts­ori­en­tierte national-patriotische Poli­tik so wie sie unser Land braucht dient sie defi­ni­tiv nicht – son­dern nur als Fanal für eine kurze blei­erne Zeit, an deren Ende etwas Neues steht – und das ist gut so !
Frank Sche­rie